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Huflattich - einer der ersten Frühlingsblüher stellt sich vor


Wem geht es auch so wie mir? Der Frühling gibt einen ersten Vorgeschmack und schon hält mich nichts mehr im Haus! Täglich muss ich raus und schauen, welche hübschen Pflänzchen sich den Weg durch die kalte, teilweise noch gefrorene Erde freigekämpft haben und ihre Blattspitzen der warmen Sonne entgegenstrecken.


Einer, der es ein bisschen anders angeht, wie die meisten anderen, ist der Huflattich:

Er lässt uns nämlich zuerst seine hübschen, leuchtendgelben Blüten bewundern, und erst später kommen die grünen, großen Blätter ans tageslicht!

Gerade deshalb, weil er - zusammen mit Schlüsselblume, Gänseblümchen und Schneeglöckchen - einer der ersten Frühlingsblüher ist, erfüllt es mich wahrscheinlich mit so großer Freude, wenn ich ihm das erste Mal im Jahr begegne!

Diese Woche hab ich ihn bereits zweimal in größerer Menge angetroffen - beide Male an einem See: Das erste Mal bei einem Spaziergang mit meinen Kindern am Ufer des Trabochersees und das zweite Mal bei einem Familienausflug, als wir am Ufer des Wörthersees spazieren gingen!


<<< mein Fund am Trabochersee...

...und am Wörthersee....


Daran erkennt man auch gut, die Stellen, wo der Huflattich - auf Latein übrigens "Tussilago farfara" - bevorzugt wächst, nämlich feuchte Wege und Böschungen - lieber steinig, aber jedenfalls sonnig, wie ihr auch auf den Bildern gut sehen könnt!


Verwechseln kann man den gelben Korbblütler während der Blütezeit kaum bis gar nicht: Der schuppige Stängel, die noch nicht vorhandenen, grünen Blätter und vor allem die Blütezeit machen es möglich, den Huflattich eigentlich immer als solchen zu erkennen.

Wenn die Pflanze allerdings abgeblüht ist, und nur noch die grünen Blätter zur Bestimmung zur Verfügung stehen, wird es schon etwas schwieriger, denn die Blätter der Pestwurz sehen denen des Huflattichs schon zum Verwechseln ähnlich!

Ein klares Indiz für die Blätter des Huflattichs ist der weiße Flaum, der auf beiden Blattseiten sicht - und fühlbar ist, während er bei der Pestwurz nur auf der Blattunterseite auffindbar ist!

Je älter die Blätter, desto einfacher wird die Unterscheidung: Pestwurzblätter werden bis zu 1/2m groß, während beim Huflattich bei max.15 -20cm das Blattwachstum zu Ende ist.

Trotzdem braucht man sich nicht all zu viele Sorgen bezüglich einer Verwechslung der Blätter machen: Auch die Pestwurz ist ungiftig!


Kommen wir zur Heilkraft und der Verwendung dieser wunderbaren Pflanze:


Huflattich hat besonders viele, wertvolle Inhaltsstoffe vor allem ist er aber reich an Schleimstoffen, Bitterstoffen und Magnesium.


Dies macht ihn zu einer sehr guten Wahl als Heilmittel bei Atemwegserkrankungen wie Husten - besonders Reizhusten - und Bronchitis. Man verwendet die getrockneten Blüten und jungen Blätter als Tee in Kombination mit andern "Hustenkräutern" wie Königskerze, Spitzwegerich oder Lungenkraut oder bereitet mit den frischen Blüten und Honig oder Rohrohrzucker einen Hustensirup zu. Meine Lieblingszubereitung ist hier der Jahreshustensirup aus ganz vielen, Hustenwirksamen Kräutern, den ich von März weg über den ganzen Sommer herstelle, und der im Herbst - dann endlich fertig - schon zum Einsatz kommen kann.

Die Schleimstoffe bilden eine Schutzschicht über den gereizten und/oder entzündeten Schleimhäuten und tragen so zur Linderung der Symptome bei.


Durch den hohen Magnesiumgehalt ist der Huflattich geeignet, Magnesiummangel auszugleichen und die Magnesiumaufnahme im Körper zu regulieren.


Hufflattichblätter äußerlich angewendet wirken heilend und entzündungshemmend und können frisch aufgelegt oder als Tee, dem Badewasser zugefügt gute Dienste tun.


In den letzten Jahren ist der Huflattich wegen der enthaltenen Pyrrolezitinalkaloiden etwas in Verruf geraten und nur noch (wenn überhaupt) in Apotheken erhältlich. Diese Alkaloide sind krebserregend und erbgutverändernd.

Bei der Verwendung der Blüten als Tee oder Hustensirup in nicht übermäßiger Dosierung sind diese aber kaum bis gar nicht enthalten, und können bedenkenlos angewandt werden.


Man kann also sagen: der Huflattich darf in keiner Hausapotheke fehlen :)


Viel Spaß beim Suchen, Bestimmen und Nachmachen

wünscht euch


Katrin aus dem KräuterNest





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